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    14.05.2018

    Wer regional einkauft, unterstützt sich selbst. Warum?

    Wer bezahlt den Bau und die Instandhaltung von Straßen, Schulen und Kindertagesstätten? Oder für Theater, Museen und öffentliche Sportanlagen? Gewöhnlich der Staat, richtig. Aber welcher Teil des Staates? Die Bundesrepublik Deutschland ist in verschiedene Verwaltungsebenen aufgeteilt, die unterschiedliche Aufgaben zu bewältigen und damit auch zu finanzieren haben. Je nach Wohnort kann die Anzahl der Verwaltungsebenen, denen man zugehörig ist, variieren. Da wir von einer Gemeinde bzw. Stadt des Landkreises Fürstenfeldbruck als Wohnort ausgehen, sieht in unserem Fall die Struktur folgendermaßen aus, wobei wir den Verwaltungsebenen gleich noch „ihre“ Straßen zuordnen, die sie unterhalten müssen:

    Und welche Ebene zahlt für Schulen und Kindergärten?

    Für diese Einrichtungen legen die Ebenen zusammen, wobei die Länder mit ca. 70% der Ausgaben den Löwenanteil tragen, die Landkreise und Gemeinden zahlen gute 20% und der Bund zahlt knappe 10%.

    Das heißt also, dass eine Gemeinde viel Geld in die notwendige Infrastruktur und Bildung vor Ort investieren muss. Wenn Straßen, Bildungseinrichtungen und noch ein paar andere Pflichtaufgaben finanziert sind, und dann noch Geld übrig sein sollte, erst dann kann sich die Gemeinde um die sog. freiwilligen Aufgaben wie Kultur- und Sportangebote oder auch die Gestaltung von Freiflächen für mehr innerörtliche Aufenthaltsqualität kümmern.

    Und woher bekommt jetzt eine Gemeinde ihr Geld?

    Von uns, ihren Einwohnern. Eine Gemeinde in Deutschland bezieht ihre Einnahmen nahezu ausschließlich von Teilen der Einkommens-, Gewerbe- und Grundsteuer. Und die Gemeinden finanzieren wiederum ihren Landkreis, der für weiterführende Schulen, Kreisstraßen, ÖPNV (öffentlicher Personennahverkehr) und andere wichtige Dinge zuständig ist. Die Gewerbesteuer ist also von immenser Wichtigkeit für die kommunalen Verwaltungen und kann teilweise bis zu 50% des Haushalts ausmachen. So, und jetzt können wir den Bogen zur Ausgangsfrage schlagen: Warum hilft man sich selbst, wenn man regional einkauft?

    Ganz einfach: Einzelhändler und Dienstleister zahlen im Gegensatz zu internationalen Großkonzernen brav ihre Gewerbesteuer, da sie gar keine Möglichkeit für legale Steuertricks haben und sorgen noch dazu für Arbeitsplätze, was sich wiederum positiv auf die Einkommensteuereinnahmen der Gemeinden auswirkt. Wenn man nun via Internet die meisten Einkäufe irgendwo, aber nicht in der eigenen Gemeinde oder zumindest Landkreis tätigt, dann fließt dieses Geld komplett aus der eigenen Heimatregion hinaus.

    Wenn man also ein echtes Interesse an der eigenen Heimatregion hat und gerne intakte Straßen, modern ausgerüstete Schulen und Kindergärten, attraktive öffentliche Sportanlagen und interessante kulturelle Einrichtungen vor Ort haben möchte, dann sollte man stets das eigene Einkaufsverhalten im Blick haben. Man muss ja nicht zwingend jeden Einkauf beim Einzelhändler um die Ecke tätigen, aber eine gewisses Mindestmaß an lokalen Einkäufen würde allen Ortsansässigen gut tun. Und dies kann man als Bewohner des Landkreises Fürstenfeldbruck im Brucker Netz auch via Internet, denn online einkaufen und regional einkaufen stehen nicht zwingend in Widerspruch zueinander.

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